Folie 6: Die 7 Sinne der Haie
Riechen: Der Geruchssinn ist extrem stark ausgeprägt. Haie können winzige Mengen Blut oder andere Geruchsstoffe über Hunderte von Metern im Wasser wahrnehmen.
Sehen: Haie haben ein hervorragendes Sehvermögen, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen. Eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut (das Tapetum lucidum) sorgt dafür, dass sie im Dunkeln besser sehen können als Katzen.
Hören: Obwohl man äußerlich keine Ohren sieht, hören Haie sehr gut. Sie nehmen vor allem tieffrequente Geräusche und Vibrationen, wie sie von verwundeten oder schwimmenden Tieren ausgeübt werden, über weite Distanzen wahr.
Tasten: Haie ertasten ihre Umgebung über ihre Haut, die mit kleinen, zahnähnlichen Schuppen (Hautzähnen) bedeckt ist. Zudem haben viele Arten empfindliche Barteln oder Sinnesgrübchen im Kopfbereich.
Schmecken: Der Geschmackssinn hilft dem Hai zu entscheiden, ob ein Objekt genießbar ist. Oft reicht ein erster Testbiss aus, da die Sinneszellen bereits bei Kontakt mit der Beute anschlagen.
Drucksensoren (Seitenlinienorgan): Entlang der Flanken verläuft ein spezielles Kanalsystem, das Druckwellen, Wasserströmungen und Vibrationen registriert. So spüren sie Bewegungen von Beutetieren oder Hindernissen in ihrer unmittelbaren Nähe, ohne sie sehen zu müssen.
Elektrische Wahrnehmung (Elektrosensoren): Der berühmte "siebte Sinn" der Haie: Sogenannte Lorenzinische Ampullen – kleine, mit Gel gefüllte Poren an der Schnauze – nehmen selbst schwächste bioelektrische Felder wahr. Sie orten damit versteckte Beute, deren Muskeln oder Herzschläge elektrische Impulse erzeugen. Zusätzlich dient dieser Sinn der Orientierung am Erdmagnetfeld.