
Die Bücher

Nachtmahr auf dem Kurfürstendamm
Im Zentrum der Original-Handlung der vorliegenden literarischen Collage steht der imaginäre Serienmörder ‚Freddy Krueger’, der die Kinder einer amerikanischen Kleinstadt in ihren Träumen tödlich bedroht.
Dieser wird hier zu Rudi Dutschke. Aus der amerikanischen Kleinstadt das West-Berlin von 1968. Aus den Protagonisten der Filmbücher werden u. a. Friedrich der Große von Preußen, Willy Brandt, Klaus-Rainer Röhl, Axel Cäsar Springer und Axel Springer jun., Hannah Arendt, Martin Heidegger, Jürgen Habermas und viele mehr, sowie Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Andreas Baader, Friedrich Hölderlin, Theodor W. Adorno.
Erstere Gruppe gibt die Protagonisten der Eltern-Generation, oder auch, der durch das Schweigen mitverantwortlichen Nachgeborenen, letztere die Kinder jener, also die dritte Generation, die nun, in diesem Szenarium büßen müssen für die verdrängte Schuld von Eltern und Großeltern.
Freddy Krueger (Rudi Dutschke) greift in drei aufeinanderfolgenden und aufeinander aufbauenden Geschichten die Kinder in ihren Träumen an. Die Kinder stellen sich diesen Attacken, unterliegen jedoch alle, bis auf Ulrike Meinhof, die, wie Dutschke, die drei Teile, erwachsen werdend, begleitet.
Ich nacherzähle jedoch nicht die Entstehung der ersten RAF-Generation als Horrorgeschichte, sondern möchte durch die Verwendung der Zitate der historischen Figuren eine Technik anwenden, mit der die Verästlung der deutschen Verantwortung am NS anders erzählt wird.

Wind und Tod
Der Ich-Erzähler des Taunus-Krimis Wind und Tod sieht sich nach einem Lottogewinn in der glücklichen Lage, für sich und seine Kleinfamilie ein Haus im Hintertaunus kaufen zu können.
Die Bekanntschaft mit einem Aussteiger, der eine Waldhütte bewohnt, weckt im Protagonisten das Gefühl, angekommen zu sein – es entwickelt sich ein enges Freundschaftsverhältnis, bis – der alte Mann tot aufgefunden wird.
Schnell gerät der Zugezogene in Verdacht, den Einsiedler ermordet zu haben. Zudem gerät seine gesamte Welt ins Wanken – seine Kindheit holt ihn ein – und droht ihn zu überholen…
Wind und Tod, scheinbar ein „Krimi“, lässt das Kriminalistische bald hinter sich und forscht im Innern, im Liegengebliebenen, im Verdrängten der Protagonisten nach der durch die Generationen mäandernden Bedeutung und Projektion von Schuld und Liebe und Verantwortung.
Dabei helfen die kretische Mythologie, Freunde und amerikanische Horrorfilme!

Die Interna von Burg Externstein
Seit 1959 wesen die Jungens von Burg Schreckenstein auf ihrer Burg nun schon herum, wie viele Bücher der Jugendbuchserie des Oliver Hassencamp schon verkauft wurden zwischenzeitlich, das wird man in einem Leitz-Ordner, in den Kellern des Schneiderbuch-Verlages, in einer hölzernen Truhe verborgen halten.
Ich wusste, im Alter von 9 Jahren, als ich 1975 das Hörspiel auf einer Europa-Langspielplatte hörte, dass ich das damit erfahrene Trauma nur würde überwinden können, wenn ich einst eine Persiflage auf diese Bücher schreiben würde – damit sollten, so hoffte und hoffe ich, auch die dortigen Geister endlich befreit werden.
Entstanden ist nun eine Literaturcollage, die heimkommen will, die wirken will und muss in eben diesem Scheiderbuch.
Stilistisch changiert die Arbeit zwischen surrealem Wortwitz, übersteigerter Albernheit und historischen Andeutungen und Querverweisen – ein Fest für Leserinnen und Leser, die die Burg Schreckenstein als damalig Heranwachsende lasen, das waren in unserer Generation nicht wenige. Und diejenigen, die das heute lesen schlackern mit den Ohren - und wissen endlich, warum!

Ich muss Dir was Sagenschatz
Auf der Wortspielbank sitzen an einem Kalauersommerabend und sich erfreuen an Gedichten, Bonmots und Apersüß und saftig - für Aufgeweckte und Beruhigte, die auf den Überflieger oder den Zugvogel warten eine große Freude, für Arbeitsloser auf den sozialen Hängebrücken oder Verwaltungsfachangelehnte in Elternzeitaltern auch, für Aushänderinnen und außen wie für Teilzeitschriftensetzer wie für Liebende, die in deutschen Katzenzungen sprechen - und all' Gemeine mit gutem Humidor! (Wenn Einar eingeschnappt ist oder eine: Nichts ist gemein gemeint!) Willkommen zum Aphorismensplaining! (Der Inhalt wurde ohne die Anwendung künstlicher Intelligenz - jedoch mit künstlerischer Impertinenz erstellt!) (Alle dürfen abschreiben und zitieren - sollen nur künden: Das ist aus dem Sagenschatz!) "Kleine Schmunzeleinheiten in den Alltag einbauen sind Bonbons für die Seele und Bonobos für den Affenstall unserer Zeit." A. Ha "Ich muss dir war Sagenschatz ist der Trainee im Internationalen Depresseclub der Bürgerlichen Gesellschaftsarbeit." A. Utor "Denn: Etwas Spaß muss Haben und Sein!" Robert Toblanco von der E-Fromm-Age.de
Fragmente






Der Autor
Literaturkritik, Literaturblogs, Rezensenten
