
Xenoxymoron: Zwischen digitalem Rauschen und sprachlicher Stille.
Treten Sie voll ein in die Hans-Welt!
Und gehen Sie leer wieder raus.
(Dies ist keine Toilettenmetapher.)
Hans verließ die Wohnung, dann ging er die Treppe hinunter.
Er verließ das Haus, trat auf die Straße, dann sah er, dass der Tag schon da war.
Er drehte sich um, ging wieder in den Hausflur, ging die Treppe hinauf, schloss seine Wohnungstür auf und ging wieder in die Wohnung hinein.
Ende
Hans fuhr mit dem Auto die Straße entlang.
Dann parkte er rechts von der Straße, ging in den Supermarkt, kaufte sich ein Wasser und ein bisschen Obst, ging zurück zum Parkplatz, stieg ins Auto ein, fuhr wieder die Straße entlang und ward nimmer gesehen.
Ende
Hans kam wieder.
Hans kam die Straße entlang gefahren mit seinem Auto, auch wenn keiner glaubte, dass er jemals wieder zurückkommen würde.
Er fuhr mit seinem Auto die Straße weiter und weiter entlang, bis er am Stadtkern ankam.
Er stieg aus, sah sich um, stieg wieder ein und fuhr weiter.
Und er fuhr so lange, bis er nicht mehr fahren konnte.
Ende
Hans war im Park spazieren.
Er spazierte und spazierte, sah die Vögel und spazierte weiter.
Dann verließ er den Park.
Ende
Hans war im Bett.
Hans schlief, und dann wachte er auf.
Er verließ das Bett und ging aus der Wohnung.
Ende
Hans stand an der Ecke.
Hans stand an der Ecke.
Er stand da, schaute, stand da, und dann ging er wieder.
Ende
Hans fuhr mit dem Fahrrad die Straße entlang.
Er radelte, er radelte, er fuhr und fuhr die Straße entlang.
Dann stellte er das Fahrrad an den Seitenstreifen und verließ es.
Er kam nicht mehr zurück.
Ende
Hans saß im Sessel.
Er schaute fern.
Er schaute fern.
Er sah den Fernseher an, stand auf, schaltete ihn aus und verließ den Raum.
Ende
Hans stand in der Küche.
Er sah dem Ei beim Kochen zu.
Er sah dem Ei beim Kochen zu.
Dann kochte das Ei nicht mehr, und Hans verließ die Küche.
Ende
Hans öffnete die Wohnungstür, schloss sie hinter sich und verschloss sie.
Dann ging er die Treppe hinunter durch den Hausflur.
Er ging bis zur Hauseingangstür, schloss sie auf, weil sie verschlossen war, und trat hinaus auf die Straße.
Da merkte er, dass es Nacht war.
Er drehte sich um, schloss die Haustür wieder auf, verschloss sie, ging die Treppe hinauf durch den Hausflur und öffnete die Wohnungstür, indem er sie aufschloss.
Ende
Hans stand im Flur.
Er stand im Flur und genoss die Architektur.
Dann ging er in sein Schlafzimmer und verließ den Flur.
Ende
Hans war am Bahnhof.
Der Zug kam, und Hans stieg ein.
Und dann war Hans nicht mehr da.
Ende

Excivitas - Jenseits von Amen - Civitas Ratio
Erstens, Bildung als Grundrecht mit naturwissenschaftlicher Methodik, logischem Denken und ethischer Reflexion ab der Kita. Kein pseudoreligiöses Wunschdenken, sondern geistige Selbstverteidigung.
Zweitens, Abschaffung religiöser Sonderrechte. Kirchensteuern, Privatschulen mit Dogmenunterricht, Blasphemiegesetze – weg damit. Glaub, was du willst, aber halt es aus der öffentlichen Ordnung raus.
Drittens, Etablierung eines weltweiten Ethik-Kanons, basierend auf Empathie, Würde und Verantwortung, nicht auf Offenbarungen oder alten Hirngespinsten.
Viertens, Ausbau der Forschung zu Bewusstsein, Kognition, Neurobiologie. Zeig den Leuten, wie sie wirklich ticken – damit sie sich nicht dauernd selbst mit Märchen erklären müssen.
Fünftens, Medienkompetenz und Skeptizismus in die DNA der Gesellschaft einschreiben. Kein Bullshit mehr – weder göttlich noch verschwörerisch.
Sechstens, globale Verantwortung institutionalisieren: Klima, Armut, Artensterben. Alles Dinge, für die kein Gott kommt, sondern nur wir. Wenn du das begriffen hast, betest du nicht mehr, du handelst.
Siebtens, Rituale ohne Religion. Menschen brauchen Übergänge, Trauer, Freude. Biete sie an, aber ohne metaphysischen Unterbau.
Achtens, Philosophie und Kunst stärken. Lass sie das Transzendente neu denken – ohne Götter, aber mit Tiefe. Schönheit statt Dogma.
Neuntens, technologische Transparenz. KI, Biotech, Digitalisierung – erklär den Leuten, was sie da tun, bevor sie wieder Altäre bauen für das, was sie nicht verstehen.
Und zehntens, Geduld. Du kannst den Menschen nicht zwingen, klüger zu sein, als sie bereit sind. Aber du kannst Licht anschalten. Ob sie hinschauen – das ist ihre Sache.
Wenn Struktur zum Käfig wird
Quod sumus, hoc eritis
Team

Xenoxymoron
Civitas ratio (die Stadt der Vernunft)
idio|syn|kra|tisch
überempfindlich gegen bestimmte Stoffe und Reize

Zernistra
Jenseits von Amen
„Zernistra (um 122 v. Chr. – mutmaßlich verschollen in Baktrien), Schüler eines anonymen Wanderpriesters, Begründer der flüchtigen Ontologie des Unausdrücklichen.